Historische und aktuelle (poly-) ästhetische Annäherungen zu existentiellen Erfahrungen

40 Jahre IGPEDie Internationale Gesellschaft für Polyästhetische Erziehung (IGPE) in Kooperation mit der Universität Mozarteum Salzburg, mit dem Museum der Moderne Salzburg und dem Kulturprogramm von Hans Schmidt „Fabrik BBK600“ anlässlich 40 Jahre IGPE sowie in memoriam ihres Gründers Wolfgang Roscher (+2002) und des Salzburger Kulturpsychologen Christian G. Allesch (+2022).

Viola The RaftBetroffen und berührt von den pandemischen und kriegerischen Ereignissen und besorgt um die eigene Zukunft verspüren viele Menschen eine Sehnsucht nach einem sensibleren Bewusstsein für existentielle Fragen. Als eine Art "ästhetische Antwort" veranstaltete die Internationale Gesellschaft für Polyästhetische Erziehung [IGPE] anlässlich ihres 40 -jährigen Bestandes ein Symposium in Salzburg.

Das Symposium „Eros und Thanatos“ thematisierte die Phänomene des „Berührt-Werdens“ und der existentiellen Ergriffenheit aus Perspektiven der sinnlichen Wahrnehmung. Besonders in Situationen künstlerisch-kreativen Gestaltens entsteht jene leib‑seelische Erfahrung, die den Menschen nachhaltig stärkt.

Das Programm führte in die verschiedenen Dimensionen der Polyästhetik, mit Beiträgen aus Musik, den Bildenden Künsten und der Videokunst, aus Tanz, Theater und Poesie, von Schülerperformances bis zu hochschulischer Expertise. Teilnehmer:innen aus Japan und mehreren europäischen Ländern ermöglichten die interkulturelle Reflexion des Themas. Eine Kooperation mit dem Museum der Moderne Salzburg bezog die außergewöhnliche Ausstellung des amerikanischen Videokünstlers Bill Viola ins Programm ein. Die abschließende Generalversammlung bestätigte die Arbeitserfolge des Vorstands der Internationalen Gesellschaft für Polyästhetische Erziehung und setzt mit dessen Wiederwahl auf Kontinuität. Neu in den Vorstand berufen wurde der Berliner Schauspieler, Theater- und Musikpädagoge Prof. Hans Martin Ritter.

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Migration Antalya

Die Antalya Bilim Universitesi lud Gerhard Hofbauer anfangs März 2022 ein, das Eröffnungsreferat am „International World Migration Movements Symposium“ zu halten. Der Titel des Beitrags lautete „The Diverse Phenomena of today’s Migration, Mirrored by the Education-Minded Concept of Polyaesthetics”. Wenngleich ( vielleicht besonders, weil ) sich der ästhetische Zugang zur Thematik von den mehrheitlich empirisch verfassten weiteren Beiträgen unterschied, kamen viele Konversationen und zahlreiche positive Rückmeldungen zustande. Aus einigen Kontakten könnten sich weiterführende Kooperationen ergeben. Aus polyästhetischer Perspektive eröffnete die Thematik ein weites Feld, die Motive und die individuellen wie sozial-kommunikativen Auswirkungen von Migration und ihre traditionsintegrativen Hintergründe zu reflektieren. Der Beitrag wird in der Publikation zum Symposium veröffentlicht werden.

 

 

 

 Symposium 2020 workshop

emblem 2020

 (C) Foto: Helge Thomas

 

Behutsam und an den gesellschaftlich aktuellen Erfordernissen ausgerichtet fand unser Symposium 2020 statt.
Unser Ehrenmitglied Claus Thomas schrieb die nachfolgende Rückmeldung. Auch alle weiteren Feedbacks sind sehr positiv.

"Mit hochkarätigen wissenschaftlichen Vorträgen, Diskussionen, Interviews, Workshops sowie künstlerischen Darbietungen und Ausstellungen war das idyllische Dorf der Ortenau rund um das Rathaus, Bürgerhaus und den historischen Meisenhof für 3 Tage Mittelpunkt der polyästhetischen Welt.

Die Beiträge aus Salzburg, Wien, Berlin, Köln, Freiburg im Breisgau, Bonn und Straßburg reihten sich zusammen mit Live-Schaltungen und Video-Meetings zu einer hochinteressanten Präsentation des Polyästhetischen Prinzips und der progressiven Vernetzung der Gedanken und Verfahren mit den gegenwärtigen Perspektiven verwandter Wissenschaftsgebiete.