Eva Roscher (c) Astrid Rieder

Die Pianistin, Klavierpädagogin und Improvisatorin Eva Roscher (1926-2015) war mit der Internationalen Gesellschaft für Polyästhetische Erziehung in mindestens dreierlei Hinsicht engstens verbunden: in erster Hinsicht durch ihren Mann, Wolfgang Roscher. Er begründete und entwickelte das Ideenwerk der Polyästhetik über Jahrzehnte. Doch brachte sich Eva Roscher in zweiter Hinsicht selbst künstlerisch vielfältig in diese Entwicklung ein. Und drittens verband sie mit vielen Mitgliedern aus interschiedlichsten Ländern eine sehr persönliche Freundschaft. 

 

an Eva Roscher zum 100. Geb.

Am 11. Februar 2026 wäre Eva Roscher 100 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass ließen wir mit Hilfe ihrer Tochter Angela ein Blumengesteck auf die Ruhestätte der Familie Roscher legen. Es soll versichern, dass unsere dankbare Erinnerung ungebrochen lebendig ist.

Foto Eva Roscher:  (C) Astrid Rieder

 

Paolo J. Knill (1932-2020)
Paolo J. Knill (1932-2020), Foto: Margo Fuchs-Knill

Der Gründer der European Graduate School (EGS) mit Sitz im wallisischen Saas Fee und weltweiter Tätigkeit war der Internationalen Gesellschaft für Polyästhetische Erziehung nicht nur über viele Jahre als Mitglied verbunden. Er betonte stets, die Polyästhetik zähle zu den theoretischen Grundfesten der von ihm entwickelten „expressive arts“.

Im September 2020 verstarb Paolo Knill im 89. Lebensjahr.

Seit meiner ersten Begegnung mit Paolo in Innsbruck, im Jahr 1980, bereicherte der Ideen- und Erfahrungsaustausch beide Seiten, persönlich wie institutionell. Die nun begonnene Aufarbeitung seines künstlerisch-wissenschaftlichen Oeuvres wird hoffentlich die Wegmarken dieser Begegnungen wieder offenlegen.

Aus dem ursprünglich therapeutischen Ansatz entwickelte sich ein, das Humanum in all seinen Befindlichkeiten umfassendes künstlerisch expressives Bildungsprogramm, das wiederum in die Arbeit einiger unserer Mitglieder Eingang fand.

Seiner Frau Margo, seiner Familie und dem großen Team der European Graduate School gilt unsere aufrichtige Anteilnahme. Mit Margo Knill sind wir in beständigem Kontakt in der festen Absicht, so gut gewachsene Kooperation weiterzuführen. Barbara Hielscher-Witte, Mitglied unseres Expertinnenrates, ist Dozentin an der EGS. Auch durch diese Kooperation lebt Paolo Knills Oeuvre für die IGPE spürbar weiter. Das stimmt uns vor allem dankbar, ergeben sich daraus doch erfreulich viele Anlässe, die Erinnerung an eine Jahrzehnte währende Freundschaft sehr wach zu halten.

Gerhard Hofbauer