Die Europäische Akademie der Wissenschaften und Künste hat einen Bericht über das polymediale Projekt Marios Elias in Vladivostok veröffentlicht. Wir verlinken auf den ⇒ Bericht Vladivostok.

Der Komponist Marios Joannou Elia lebt in Pafos, Cypern, war beim Symposium 2017 composer in residence und ist Mitglied des künstlerisch-wissenschaftlichen Expertenrats der IGPE.

The Messy Shape of Problems – Past, Present and Future Perspectives of Design

ars.elecronica 2019
Foto: Hofbauer (2019)

Das academic design network, ein Zusammenschluss von ExpertInnen österreichischer Medienkunst an FHs und Kunst-Unis bot an der ars.electronica 2019 eine experimentell gestaltete area beeindruckender Vielfalt.

Unser Mitglied des Expertenrats, Markus Wintersberger, war maßgeblich an Zustandekommen und der Umsetzung der Installation beteiligt.

Dokumentationen der 360-Grad Videokonferenzen, die über persönliche Statements von TeilnehmerInnen  (Appreciative Inquiry) Zugänge in der thematisch gewählten Unübersichtlichkeit der Probleme modernen Designs suchten, finden sich bereits auf YouTube.

Aber wie verändern die technischen Fortschritte Arbeitsmodi, Aufgabenbereiche und Perspektiven im Bereich Design, fragten die Gestalter der experimentellen area am zweiten Installationstag (The Future of Design – Transitions in the field) und ließen Antwortversuche in ein Speculative Design Lab münden.

Als Fluid Format Creation – Implications for design research and teaching beschreiben die AkteurInnen des network die interdisziplinäre Diskussion, mit der Komplexität und Transdisziplinarität in der Designausbildung umzugehen, am dritten Veranstaltungstag.

Der Programmteil Approaching Complexity widmet sich einer Fragestellung, die aus polyästhetischer Sicht schon im gemeinsamen Symposium virtu.real mit der FH St. Pölten angestoßen wurde: Welche Disziplinen müssen involviert werden, um […] im Rahmen von Designprojekten eine gemeinsame „transdisziplinäre” Sprache zu entwickeln.

Und wie könnte diese Sprache klingen bzw. aussehen? Zum Ausklang der Tage richtete das team des academic design network den focus auf die Resonanzebene der FHs, im Sinne von applied science. Mit Bezügen zu den öko-politischen Initiativen von #fairmove und fairkom.eu geriet das gar nicht so ‚messy‘, sondern recht konkret.

Polyästhetische Bildung International gratuliert zur gelungenen Festivalpräsenz, erwartet mit Spannung weitere Ergebnisberichte und hofft auf die Fortführung des 2017 so gelungen begonnenen Dialogs mit den Medienkünsten.

LINK:
The Messy Shape of Problems – Past, Present and Future Perspectives of Design Academic Design Network Austria

gh 2019-09-11

 

cover

2017 erschien in der Reihe Schott Campus das Buch von Marios Joannou Elia. Es legt die Intermedialität seiner Kompositionskonzepte aufschlussreich offen. In einem Abschnitt nimmt Elia konkret Bezug auf die Polyästhetik.

Der Schott-Verlag schreibt in seiner Ankündigung: „Written between 2007 and 2010 as a commentary focused on his opera ‚Die Jagd’ (2008) and the orchestral piece ‚Akanthai’ (2009), this book illuminates Elia's concept of polymediality and, by providing a wealth of examples, how literary sources become an inherent polymedial element of his music. At the same time, the commentary elucidates a series of fundamental aspects of the music, including the model of imitative interaction, the concept of permanent fleetingness, the concept of polyaesthestics, and the question of musico-literary intermediality.
[https://de.schott-music.com/shop/the-concept-of-polymediality-no375405.html ]“

Der Autor, Marios Joannou Elia, lebt als Komponist in Cypern, war beim Symposium 2017 composer in residence und ist Mitglied des künstlerisch-wissenschaftlichen Expertenrats der IGPE.